Manga Review: Limit

©limit
 
Mangaka: Keiko Suenobu
Verlag: EMA
Sprache: Deutsch
Genre: Drama, Mystery, Psychologisch, Shoujo
Erschienen: 2009 bis 2011
Bände: 6
Preis pro Band: 6,50€ [D], 6,70€ [A]
ISBN: 9783770478736
 
 
Klappentext:
Konno geht in die Oberschule und ist sehr beliebt, während Morishige von der Klasse gemobbt wird. Auf dem Weg in ein Camp, verunglückt der Bus und nur fünf Mädchen, darunter Konno und Morishige, überleben. Gefangen in einer tiefen Schlucht und ohne Hoffnung auf eine schnelle Rettung steht die Welt der fünf Mädchen auf einmal Kopf. Denn Morishige hat nicht nur die einzige Waffe an sich gebracht, sondern scheint auch fest entschlossen zu sein, sich für jedes ihr zugefügte Unrecht in der Vergangenheit zu revanchieren…

Wenn man über längere Zeit hinweg gemobbt wurde, hat man dann nicht das Recht sich zu rächen?
So oder so ähnlich könnte Morishige denken, welcher genau das passiert ist. Es kommt ihr dann fast schon gelegen, dass der Bus, mit dem ihre Klasse zu einem Camp unterwegs ist, einen Unfall baut. Viele der verhassten Mitschüler lassen hierbei ihr Leben und diejenigen, die überlebt haben, bekommen nun zu spüren, was in dem Mädchen vor sich geht. Denn Morishige ist die Einzige, die eine Waffe hat und droht damit, die Sichel gegen die anderen einzusetzen…
 
 
Der Manga erzählt auf spannende Weise, wie ein Mobbing-Opfer reagieren kann, wenn es zum Beispiel in eine Extremsituation wie einem Unfall gerät und mit ihren früheren Peinigern alleine ist.
Nur eine kleine Gruppe der Klasse scheint überlebt zu haben und auf jede der anderen vier Überlebenden scheint Morishige nicht gut zu sprechen zu sein.
Das Mädchen nutzt die Situation, um nun den anderen zu drohen und diese zu erniedrigen. Mit einer gefundenen Sichel demonstriert sie ihre neu gewonnene Macht und bestimmt sich selbst zur Anführerin der Gruppe. Es wird für die anderen wohl schwer werden, die Zeit zu überstehen bis die erhoffte Hilfe eintrifft. Sie sollten im Grunde zusammenhalten, doch da sie sich alle vorher schon nicht wirklich sympathisch waren und Morishige allein über sie „herrschen“ will, wird es schwer werden zu überleben und auch das Geschehene zu verarbeiten.

Die Zeichnungen sind gut und detailliert. Anfangs möchten sie den einfachen, fast schon unschuldigen Schulalltag darstellen. Süße Mädchen, die mit ihren Freundinnen etwas unternehmen und unbeschwert lachen. Jedoch kommt auch das Schikanieren einer Mitschülerin hinzu, welche auf die Clique von Konno „düster“ und „dick“ wirkt. Für die Mädchen scheint das Ganze „normal“ zu sein und zur Schule zu gehören, dass man andere, die nicht in das eigene Bild passen, ein „wenig“ ärgert. Was sie jedoch nicht verstehen, wie es oft auf im realen Leben der Fall ist, ist dass es Morishige durchaus schadet. Vielleicht nicht äußerlich, aber mit Sicherheit innerlich.
Die Zeichnungen zum Unfall hin führend und danach wirken dann eher düster.
Die Mangaka gibt sich Mühe, alles realistisch wirken zu lassen, so das es die Story unterstützt. Am Ende des Manga wird im „Arbeitszimmer“ aufgezeigt welche Utensilien sie zum Zeichnen des Manga verwendet.

Der Manga ist sehr spannend und ab circa 14 Jahre lesbar. Ebenso empfehlenswert sind der Oneshot „Vitamin“ (erschienen bei Panini Comics) und „Life“, jedoch wurde dieser Manga von Heyne nach dem 12. von insgesamt 20 Bänden eingestellt.
 
 
©vitamin
 
 
 
 
 
Der original Text erschien ursprünglich 2013.

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