Manga Review: Lindbergh

©Lindbergh1
 
Mangaka: Ahndongshik
Verlag: Kazé
Sprache: Deutsch
Genre: Fantasy
Erschienen: 2009 bis 2013
Bände: 8
Preis pro Band: 6,95€ [DE]; 7,20€ [AT]
ISBN: 9782889212149
 
 
Klappentext:
Der Duft von Freiheit

Hoch über den Wolken liegt das Land Eldura, umgeben von Steilwänden, die seine Grenze bilden. In diesem Königreich, in dem das Fliegen unter Strafe verboten ist, lebt der kleine Knit zusammen mit einem seltsamen Lebewesen, das auf den Namen Plamo hört. Als eines Tages ein Mann, auf einem riesigen Dämon reitend, vom Himmel stürzt, verändert das Knits Leben für immer. Ein großes, nie dagewesenes Abenteuer beginnt – hoch oben im Himmel! Also tief Luft geholt… und Start!

Knit ist ein kleiner Junge aus Eldura. Als er kleiner war, fanden er und sein Vater ein Wesen, welches zu Knits bestem Freund wurde. Er gab ihm den Namen Plamo.
Das Leben des Jungen ist nicht gerade leicht. Vor allem, wenn er Nanna, einer alten Freundin seines Vaters, beim Darbieten von Waren an den König aushilft. Knit wird als „Kind des Verbrechers Merius“ betitelt, da dieser es wagte in den Himmel aufzusteigen obwohl ein Flugverbot herrscht.
Es heißt der Vater kam um, als er eine Steilwand hinab stürzte.

Gerade, als der Junge und seine Freundin wieder einmal vom Sohn des Königs schikaniert werden, rauscht ein unbekanntes Fluggerät an ihnen vorbei.
Knit ist davon fasziniert und macht sich auf den Weg, um zu sehen, was das Ganze zu bedeuten hat.
Er findet schließlich ein „Monster“ und einen Mann. Dieser bezeichnet Plamo als „Lindbergh“ und Knit wundert sich darüber, was dies sein soll.
Kurz darauf treffen die Wachen des Königs ein. Sie sind verwirrt, da sie noch nie so ein „Monster“ gesehen haben, wie es auf dem Boden liegt. Als einer der Soldaten den „Dämon“ attackieren will, geht der fremde Mann blitzschnell dazwischen und verhindert den Angriff. Er will mit den Männern kämpfen doch sein Lindbergh stößt ihn einen Abhang hinunter. Knit schleicht sich zu ihm und fragt sich, ob der Fremde böse sei, denn er wirkt verrückt auf ihn.

Trotz alle dem hat es Knit scheinbar geschafft den Mann in sein Haus zu bringen und kümmert sich am nächsten Tag um ihn. Er besorgt Essen bei Nanna, in deren Schenke alle über den Vorfall reden und die Tochter etwas misstrauisch darüber ist, dass Knit mehr Essen als sonst mitnimmt. Er redet sich heraus und sagt ihr auch, dass sie sich keine Sorgen um ihn machen müsse. Dann geht er nach Hause, wo der Fremde auf dem Bett im Geheimversteck liegt.

Knit stellt sich selbst viele Fragen, als der Mann plötzlich aufwacht und nach seinem Lindbergh fragt. Der Fremde entdeckt die Arbeiten von Knits Vater und ist davon beeindruckt.
Nach einem kurzen Gespräch zeigt der Junge ihm schließlich, was mit seinem Lindbergh geschehen ist. Der Mann befreit seinen toten Freund und die beiden beerdigen ihn.
Der Fremde gibt sich dann als Shark zu erkennen und Knit gibt zu, er habe den Namen „Lindbergh“ noch nie gehört. Auch sei Plamo schon immer der einzige seiner Art in Eldura gewesen.

Shark entführt Plamo, doch am Ende sieht es so aus, als habe der Sohn des Königs ihn gehabt, da Plamo vor Shark geflohen war. Sein Plan ist es scheinbar mit dem kleinen Lindbergh von Eldura zu entkommen…
Die Ereignisse überschlagen sich, als der König Knit gefangen nehmen will. Dieser entkommt jedoch am Ende, da Plamo plötzlich fliegen kann und beide ins Sicherheit bringt.
Als Shark ihm mehr über Lindberghs erzählt und, dass in seinem Land jeder mit diesen fliege, entschließt sich Knit Eldura zusammen mit dem Mann und Plamo zu verlassen.
Was wird er auf seiner Reise herausfinden?
 
 
Lindbergh erfindet das Fantasy Genre nicht neu und erinnert vielleicht auch durch das schwebende Land ein wenig an Das Schloss im Himmel von Studio Ghibli. In einem späteren Band wird auch derselbe Alternativname für Eldura, Laputa, erwähnt – neben diversen anderen.
Auch erinnern die Lindberghs selbst an Drachen, nur dass sie in diesem Manga ihre Flügel verloren haben.
Richtige negative Kritik habe ich jedoch nicht, denn der Manga ist durchaus spannend und erzählt auf seine Weise eine Geschichte um ein fliegendes Land und „Drachen“.
Im ersten Band lernt man die Charaktere kennen und begibt sich am Ende mit Knit und Plamo zusammen auf eine Reise ins Ungewisse. Der Junge wird damit konfrontiert, dass er sein Leben lang auf dem Rücken eines Wesens verbracht hat, welches durch die Luft schwebt.

Möglicherweise werden die Zeichnungen nicht jedem zusagen, allerdings sollte dies wirklich kein Hindernis sein, um sich den Manga zuzulegen. Im Vordergrund sollte die Story stehen.
Man kann durchaus sagen, dass manche Charaktere kantig gezeichnet sind, auch sind weiter hinten liegenden Hintergründe nur grob gezeichnet. Ersteres ist möglicherweise auch „passend“ zu den jeweiligen Figuren gewählt worden. Denn während zum Beispiel Knit und Plamo eher „freundlich“ und ohne viele Kanten gezeichnet sind, ist Shark dagegen „grob“ und „kantig“.

Alles in Allem ist Lindbergh eine nette und spannende Fantasy-Serie, welche mittlerweile in acht Bänden abgeschlossen ist. Kazé empfiehlt den Manga ab 12 Jahren und als Extra enthält der Band zwei Farbseiten.
 
 
 
 
 
Der original Text erschien 2015.

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