Manga Review: Natsume’s Book of Friends

©natsume-eng
 
Mangaka: Yuki Midorikawa
Verlag: VIZ
Sprache: Englisch
Genre: Drama, Shoujo, Slice of Life, Supernatural
Erschienen: 2005 bis heute
Bände: bisher 19 (Stand in Japan: 20; Original Titel: Natsume Yuujinchou)
Preis pro Band: ca. 8-10€
ISBN: 9781421532431
 
 
Klappentext (Übersetzt aus dem Englischen):
Takashi Natsume kann die Geister und Dämonen sehen, welche sich vor dem Rest der Menschheit verstecken. Dank seiner Gabe hatte er sich schon immer von anderen Leuten unterschieden, wurde von Verwandten zu Verwandten hin und her gereicht, konnte sich nie einfügen. Nun ist er ein aufgewühlter High School Student, der in einer kleinen Stadt lebt, in der seine Großmutter aufwuchs. Und dort entdeckt Takashi, dass er von Reiko mehr geerbt hat, als nur den Blick.
Als Reiko genauso alt war wie er, fesselte sie die Namen von Dämonen und Geistern an ihr Buch der Freunde, versklavte sie in ihrer unberechenbaren Laune. Nun ist Takashi der Besitzer des Buches und die Kreaturen werden alles tun, um ihre Namen zurück zu bekommen.

Der junge Takashi wird einigen seltsam vorkommen, denn er sieht Dinge, die anderen verborgen bleiben. Seit seiner Kindheit sieht er Yokai. Diese Dämonen und Geister jagen ihn, meist um ihren Namen zurück zu bekommen, welche Reiko Natsume – die Großmutter von Takashi – in ihrem Buch der Freunde quasi gefangen hielt, was bis zur heutigen Zeit andauert.
Dadurch, dass er schon früh seine Eltern verloren hatte und ihn wohl viele als „Problemkind“ empfanden, wurde er auch immer wieder von einem Verwandten zum anderen, mehr oder weniger, abgeschoben bis er bei den Fujiwaras landet. Hier lebt er nun und geht zur Schule. Er möchte sowohl das Ehepaar als auch seine neuen Klassenkameraden und Freunde nicht damit dem behelligen, was er sieht. Auch aus Angst, man würde ihn wieder verstoßen und als merkwürdig empfinden.

Wiedereinmal von einem Yokai gejagt, stolpert Takashi schließlich über ein Seil, welches einen alten Schrein versiegelte. Dieses reißt und befreit somit einen jahrelang eingesperrten Dämon, welcher in Form einer Winkekatze vor dem Jungen erscheint. Nyanko-sensei, wie der Takashi ihn von nun an nennt, ist fortan der neue Begleiter auf seiner Reise. Wenn auch in erster Linie, um selbst an das Buch der Freunde zu kommen…
 
 
Der Manga ist eher einer der ruhigeren Sorte. Manche Geschichten sind in einem Kapitel abgeschlossen, wobei jedoch das sogenannte Buch der Freunde und auch Reiko quasi immer als „roter Faden“ dienen.
Eine Verwandte, der ich den ersten deutschen Band zum Lesen gab, meinte dieser sei etwas holprig zu lesen. Mir war dies allerdings nicht aufgefallen, ich lese jedoch die englische Version.

Im ersten Band werden, wie meistens, die wichtigsten Charaktere vorgestellt.
Takashi ist an sich ein normaler Junge, welcher früh seine Eltern verloren hat. Dadurch, dass er schon sein Leben lang Yokai sehen konnte und sich ihnen gegenüber verhielt, als seien sie Lebewesen, die jeder sehen konnte, empfanden ihn seine Verwandten oft als gruselig, nahmen an er sei einsam oder erwähne solche Dinge nur, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Aus diesem Grund hält er sich in seiner neuen Umgebung diesbezüglich wohl bedeckt.
Zumindest einige seiner jetzigen Mitschüler empfinden ihn als nett, aber auch distanziert.

Nyanko-sensei ist ein lustiger Geselle. Sein eigentlicher Name ist Madara und seine normale Yokai-Form ist die eines riesigen, eher wolf-artigen Wesens. Er war eine lange Zeit in einem Schrein eingesperrt und hat dadurch die Form der Keramik-Katze angenommen, in der er gefangen war.
Anfangs ist er eher herablassend und geht zudem mit Takashi einen Pakt ein. Er beschützt ihn, doch sobald der Junge sterben sollte, geht das Buch der Freunde in seinen Besitz über. Gelegentlich trinkt Madara auch das ein oder andere alkoholische Getränk.
Im Anime soll Takashi im gegenüber respektvoller sein, als im Manga.

Oft erwähnt wird natürlich auch Reiko Natsume, die Großmutter von Takashi. Der Junge hat dieselbe Gabe wie sie und erhält auch ihr Buch der Freunde. Allerdings möchte er die Namen der Yokai, welche darin stehen, lieber zurückgeben. Seine Großmutter soll diese nämlich eher schikaniert haben.
Gelegentlich sieht man Reiko in Visionen, welche Takashi hat.

Die Yokai, welche vorkommen, gibt es in unterschiedlichen Formen. Sie sind sowohl gut als auch böse. Oft fragen einige höflich, ob Takashi ihnen ihren Namen zurück gibt, während andere ihn regelrecht bedrängen, jagen und sogar töten wollen, um den Namen oder gar das komplette Buch der Freunde zu erhalten.

Die Zeichnungen sind gut, des Öfteren auch detailliert. Die Hintergründen können teilweise grob, aber auch detailliert wirken. Möglicherweise wirkt das Gezeichnete auf manch etwas „einfach“, jedoch schadet dies keinesfalls der Story.

Wer gerne etwas ruhigere und doch spannende Stories rund um Dämonen und Geister mag, kann hier bedenkenlos zugreifen. Empfehlen würde ich den Manga ab 12 Jahre.
 
 
Anmerkung: Der Manga erscheint in Deutsch unter dem Namen Der Pakt der Yokai – Natsume’s Book of Friends bei Egmont Manga. Er kostet pro Band 6,50€ in Deutschland und 6,70€ in Österreich. Als Genre ist „Fantasy/SciFi“ auf der Rückseite vermerkt.
 
 
©paktderyokai
 
 
 
 
 
Der original Text erschien 2014. ~ Update 2016: Erschienene Bände aktualisiert.

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