Game Review: Montague’s Mount

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Genre: Adventure, First-Person Perspective, Horror
Download Größe: 517 MB
Betriebssystem: Windows (XP, Vista, 7, 8), Mac OS X (10.7 oder neuer)
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch
Entwickler/Publisher: Polypusher Studios / Mastertronic
Webseite: Montague’s Mount
Veröffentlichung: 09. Oktober 2013
Spielemodus: Einzelspieler
Preis: ca. 7-9€ (je nach Wechselkurs)
 
 
Er wacht an einem Strand auf, um ihn herum herrscht Chaos. Diverse Bretter, Koffer und sonstige Überreste eines Schiffes liegen am Strand verstreut. Gab es ein Schiffsunglück? Der Mann hat keine Erinnerung mehr daran, was geschehen ist, bevor er bewusstlos wurde. Er weiß noch nicht einmal seinen Namen, geht jedoch aufgrund seiner Kleidung davon aus, dass er ein Seemann sein muss. Bevor der Mann die Erkundung der Umgebung in Angriff nehmen kann, muss er sich erst einmal eine Gehhilfe suchen. Ob er herausfinden wird, was geschehen ist?
 
 
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Wie von vielen Spielen bekannt, als Beispiel sei unter anderem Amnesia zu nennen, wacht der Charakter an einem ihm unbekannten Ort auf und hat seine Erinnerung an sein bisheriges Leben verloren. Dank seiner Kleidung geht er davon aus, dass er wohl als Seemann auf dem Meer unterwegs war und über Bord ging.
Schritt für Schritt versucht er dann, seine Erinnerungen zurück zu erlangen, indem er die irische Insel erkundet und findet dabei nichts Erfreuliches. Jedoch entsteht meiner Meinung nach der beworbene Horror im Spiel nicht wirklich.
 
 
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Hier und da hat es minimale gruselige Effekte, doch stellen sich weder die Nackenhaare auf noch zuckt man wirklich zusammen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass der Charakter bei Geistererscheinungen Panik bekommt. Hierdurch wird seine Sicht beeinträchtigt, was dazu führt, dass der Bildschirm verschwimmt. Dieser Zustand hält jedoch nicht lange an und bald darauf kehrt alles zur Normalität zurück. Auch trägt das Wetter, in Form von Regen und Sturm dazu bei, dass eine etwas düsterere gruselige Atmosphäre entsteht.
Außerdem gibt es in den Einstellungen einen Punkt namens „Filmkörnung“, der sich beliebig an und aus stellen lässt. Möglicherweise soll er bewirken, dass das Spiel gespenstischer wirkt, jedoch empfinde ich ihn eher als störend.
 
 
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In einer früheren Version des Spiels war als alternative Steuerungsmöglichkeit scheinbar auch der Controller vorgesehen, jedoch lässt sich die aktuellste Version von Montague’s Mount nur bedingt damit spielen. Hauptsächlich ist die Bewegung des Charakters möglich, welche jedoch recht träge ausfällt. Auch ist es nicht möglich das Inventar zu öffnen oder andere Aktionen auszuführen. Daher ist es besser, das Spiel mit Maus und Tastatur zu spielen. Zudem soll es in der Zukunft eine Unterstützung von Oculus Rift geben.

Das Spiel beinhaltet auch Achievements, die man erreichen kann. Allerdings ist es nervig, wenn diese dann als kompletter Satz in der Mitte des Bildschirmes auftauchen. Dies trägt auch dazu bei, dass die Atmosphäre gestört wird. Sicher gibt es eine bessere Lösung, dies unterzubringen.

Gespeichert wird im Spiel leider nur automatisch und dies nur über sogenannte „Checkpoints“. Somit muss man immer eine gewisse Zeit am Stück spielen, ohne dass man selbst bestimmen kann, wann man eine Pause einlegt.
 
 
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Dafür, dass Montague’s Mount nur von einer Person erstellt wurde, sieht es trotzdem gut aus. Die Landschaft wirkt ziemlich natürlich, bis auf das Wasser, was aber auch an den Einstellungen liegen kann. Diese sind auf meinem vier Jahre alten Laptop jedoch alle auf der höchst möglichen Einstellung.
Ebenso ist der Wetterwechsel ganz gut umgesetzt. Ab und zu sind auch diverse, meist minimale, Grafikfehler vorhanden. Zum Beispiel taucht die Rückansicht des Seemanns ab und zu auf, während man ihn über die Insel steuert oder die Umgebung direkt vor einem verschwindet kurz, wenn man der Charakter umdreht.

Jedoch hatte ich einen recht seltsamen Bug, als ich den ersten Generator in Gang bringen wollte. Da ich dies auf Anhieb nicht schaffte, versuchte ich von dem Gerät weg zu kommen. Es klappte nicht sofort, daher verließ ich das Spiel per Escape-Taste, doch der Abschnitt galt trotzdem als gelöst. Wieder im Spiel, konnte ich das Inventar nicht mehr aufrufen oder es wurde vom Spiel selbst einfach geleert und musste somit erneut den vorherigen Abschnitt aufrufen, um weiter zu kommen.

Positiv finde ich den Soundtrack, welchen man auch schon im Hauptmenü zu hören bekommt. Wunderschöne Musikstücke begleiten den Charakter auf seiner Reise über die Insel und vermitteln ein leichtes Gefühl von Einsamkeit und Traurigkeit.
Hervorzuheben ist meiner Meinung nach auch der deutsche Sprecher, welcher seine Arbeit gut macht. In der englischen Version spricht Derek Riddell den Charakter.

Enttäuschend ist leider das präsentierte Ende, denn dieses ist nicht wirklich eins. Man erfährt nur, was mit einer der Personen auf der Insel geschehen ist. Der Rest der Geschichte wird scheinbar irgendwann vielleicht in einer Art Dowload Content (DLC) namens „Befreiung“ nachgereicht.
 
 
Abschließend sei zu sagen, dass Montague’s Mount ein nettes kleines Erkundungsspiel mit recht einfachen Rätseln ist. Diese werden nur ab und zu eine Herausforderung, wenn man nicht gleich erkennt, wo die benötigten Dinge zu finden sind. Auch die Einstellung „Objektmarkierung“, welche die Sachen rot in der Umgebung hervorhebt, hilft hierbei in der Dunkelheit nicht immer.

Schade finde ich, wie gesagt, dass sich der angekündigte Horror doch eher in Grenzen hält. Bei diesem Genre erwarte ich dann doch ein wenig mehr, als nur einen verschwommenen Bildschirm oder einer dunklen, meist regnerisch stürmischen Kulisse. Es ist zwar durchaus möglich, dass es sich bedrückend anfühlt oder meint, man werde beobachtet, aber wirkliche Grusel- oder gar Schockeffekte sind mir nicht aufgefallen. Möglicherweise würde hier eher Thriller statt Horror passen.

Die Story an sich ist nicht unbedingt etwas, das zum Kauf des Spieles animieren kann. Im Grunde hat man den Kern des Ganzen – Mann wacht auf und hat keine Erinnerungen mehr an die Vergangenheit – wahrscheinlich schon zu oft gesehen und leider sind auch zum Beispiel die Rätsel nicht wirklich mit der Geschichte verbunden, sie stehen mehr für sich selbst.
Wer allerdings eher ruhigere Spiele mit leichtem Gruseleffekt und kleinen Rätseln mag, kann hier zugreifen. Die Spielzeit beträgt etwa fünf Stunden. Es ist derzeit DRM-frei auf GOG.com und Get Games erhältlich, außerdem wird derzeit auch versucht es bei Steam als Greenlight Game herauszubringen.
 
 
Update: Auf der Steam Greenlight Seite zu Montague’s Mount hat der Entwickler Matt in einer der Diskussionen eine kurze Stellungnahme zu Dingen wie der Veröffentlichungspolitik des Spieles und auch Verbesserungen abgegeben. Diese ist auf Englisch und hier zu finden: Stellungnahme
 
 
Minimum: Windows XP SP3 / Vista / 7 / 8, Intel Core i3 (2x 3200 MHz) oder AMD Athlon 64 X2 4800+ (2x 2.5 GHz); Radeon HD 2900 XT oder GeForce 8800 GTX; 2 GB RAM
Minimum (Mac): OS X 10.7 (Lion) oder höher; Intel Core i3 (2x 3200 MHz); Radeon HD 5750 oder GeForce GT 640M; 2GB RAM
 
 
 
 
 
Der original Text erschien ursprünglich am 14. Oktober 2013. ~ Update 2016: So weit ich gelesen hatte, gab es mittlerweile auch Updates zum Spiel. Daher kann es durchaus sein, dass es Verbesserungen gab. Ich hatte das Spiel seit dem Test nicht mehr gespielt.

Manga Review: Young Miss Holmes

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Mangaka: Kaoru Shintani
Verlag: Seven Seas
Sprache: Englisch
Genre: Historical, Mystery, Seinen
Erschienen: 2007 bis 2011
Bände: 7 bzw. 3 (Original Titel: Christie High Tension)
Preis pro Band: ca. 16,49€
ISBN: Band 1: 9781935934868 (möglicherweise nur noch gebraucht erhältlich)
 
 
Klapptext (aus dem Englischen übersetzt):
Erlebe den klassischen Sherlock Holmes aus der Erzählperspektive seiner frühreifen Nichte!

Christie Holmes ist ein Winderkind. Mit zehn Jahren ist sie mit den Wissenschaften und der Altphilologie ebenso vertraut, wie jeder andere ältere Student an Cambridge oder Oxford. Und ihre Mühelosigkeit mit Logik erinnert an ihren Onkel, den berühmten Sherlock Holmes selbst. Also, was macht ein junges Mädchen, wenn ihre Eltern in Indien sind und sie in der Obhut der Mägde und Diener zurückgelassen haben? Natürlich Geheimnisse lösen.

Mitsamt ihres Jagdhundes Nelson, führt Christies unerbittlicher Neugier sie von einem gefährlichen Abenteuer zum anderen, oft unterstützt sie die berühmten Ermittlungen ihres Onkels Sherlock Holmes und Doktor Watson. Christie sieht vielleicht winzig aus, aber ihr intelligenter Verstand sollte nie unterschätzt werden!
 
 
Bisher habe ich Sherlock Holmes nur in diversen Verfilmungen gesehen, da ist dieser Manga eine Abwechslung, da er sich nicht auf den Detektiv an sich konzentriert, sondern aus Sicht seiner Nichte Christie erzählt wird. Diese ist in manchen Dingen wirklich frühreif, so weiß sie zum Beispiel auch schon darüber Bescheid, dass manche Erwachsene dazu neigen, Affären zu haben. Ob so etwas für eine 10 Jährige normal war zu der Zeit, in der Sherlock Holmes beziehungsweise dieser Manga spielt, kann ich nicht sagen.
Oft wird das Mädchen aber auch von anderen Leuten der höheren Gesellschaft belächelt. Man lästert beispielsweise über sie, wenn sie ihren treuen Freund, den Hund Nelson, ausführt. Wohl auch, weil dieser etwas größer ist als Christie selbst und da sie alleine mit ihrem Butler und den Dienstmädchen lebt, da ihre Eltern in Indien sind. Jedoch sind diese Frauen keineswegs hilflos und wissen, wie man die junge Dame des Hauses beschützt.

Die Story „The Adventure of The Sussex Vampire“ beinhaltet zudem ein Crossover mit Mina Tepes und Vera aus Dance in the Vampire Bund von Nozomu Tamak, außerdem gibt es hierzu einen Epilog am Ende des Bandes.
Die Zeichnungen sind gut und erinnern mich ein wenig an den Stil älterer Manga. Teilweise sind sie detailreich, was vor allem auf diverse Kleidungsstücke und Gebäude zutrifft.

Laut des Verlages ist der Manga für jedes Alter zu empfehlen und bietet meiner Meinung nach eine gute Abwechslung zu den Verfilmungen und Büchern, die sich um Sherlock Holmes selbst drehen.
In Japan ist die Reihe mit Band 7 abgeschlossen, jedoch wird sie mit dem Sequel Christie London Massive weitergeführt, hier ist Christie bereits 17 Jahre alt. Es gibt bisher einen Band und es bleibt abzuwarten, ob diese Serie dann ebenfalls übersetzt wird.
 
 
 
 
 
Der original Text erschien ursprünglich 2012. ~ Update 2016: Erschienene Bände aktualisiert plus Hinweis.

Manga Review: Vinland Saga, Band 2

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Mangaka: Makoto Yukimura
Verlag: Carlsen
Sprache: Deutsch
Genre: Action, Abenteuer, Historisch, Seinen
Erschienen: 2005 bis heute
Bände: bisher 14 (Stand in Japan: bisher 18)
Preis pro Band: 7,95€ [D], 8,20€ [A]
ISBN: 9783551758439
 
 
Klappentext:
Eine kühne Geschichte um Rache und Leid angesiedelt im Europa des elften Jahrhunderts… Die nordischen Seemänner sind landauf, landab gefürchtet für ihre grausame Stärke!
Ein Blick in Thorfinns und Askeladds gemeinsame Vergangenheit zeigt, wie tief die Wunde ist, die Askeladd dem Jungen mit dem Mord an seinem Vater zugefügt hat. Zerfressen von Hass und dem Wunsch zu töten, verlässt Thorfinn den friedlichen Pfad, der seinem Vater Thors so viel bedeutet hatte. Dabei verkennt er in seiner Trauer vollkommen, dass sein Vater ein echter Krieger war!

Das Abenteuer geht weiter…
Seit Ende des ersten Bandes verfolgt die Story den jungen Thorfinn. Die Krieger von Jomsburg sind in das Dorf gekommen, in dem Thorfinn mit seiner Familie wohnt. Floki ist mit seiner Mannschaft auf Befehl seines Anführers Sigvaldi gekommen, um den Helden Thors Snorresson als Unterstützung anzufordern.
Dieser willigt ein und setzt bald darauf mit einigen Auserwählten die Segel. Auf dem Weg zu den Färöer Inseln taucht Thorfinn aus einem der Fässer auf und verkündet er würde mit ihnen fahren, auch um ein richtiger Krieger zu werden. Doch Thors muss bald darauf feststellen, dass er seinen eigentlichen Plan, die jungen Männer auf den Färöer Inseln an Land zu schicken, nicht umsetzen kann…
 
 
Wer den ersten Band noch nicht gelesen hat, sollte nun hier stoppen!
Man erfährt in diesem Band, warum Thorfinn mittlerweile nahezu herzlos und brutal ist. Wie schon in Band 1 erwähnt wurde, tötet Askeladd in diesem Band dessen Vater. Doch der Junge merkt zu diesem Zeitpunkt nicht, dass es kein feiger Tötungsakt vom Gegner ist, denn Thors gibt sein Leben, um die zu retten, die er liebt. Auch weiß Thorfinn bis heute nicht, dass der eigentliche Drahtzieher hinter der Ermordung seines Vaters, aus den Reihen der Krieger von Jomsburg stammt.

Die Story setzt sich interessant fort. Erneut kommen Kämpfe vor, doch diese gliedern sich passend in die Geschichte ein und wirken nicht übertrieben. Humor und Ernsthaftigkeit sind beide ausgeglichen und wirken ebenso wenig fehl Platz.

Die Zeichnungen sind weiterhin sehr gut. Dieses Mal sind im Band keine Farbseiten enthalten, was jedoch niemanden davon abhalten sollte, den Band zu kaufen. Hintergrundwissen wird dieses Mal mit „Die Jomsburg und ihre Krieger“ vermittelt, ein „Glossar“ erklärt erneut diverse Worte, die im Band vorkommen.
 
 
Anmerkung: Man findet auch dieses Mal kleine Anspielungen auf „Wickie und die starken Männer“. 😉
 
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Der original Text erschien ursprünglich 2012. ~ Update 2016: Erschienene Bände aktualisiert.

Manga Review: Vinland Saga

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Mangaka: Makoto Yukimura
Verlag: Carlsen
Sprache: Deutsch
Genre: Action, Abenteuer, Historisch, Seinen
Erschienen: 2005 bis heute
Bände: bisher 14 (Stand in Japan: bisher 18)
Preis pro Band: 7,95€ [D], 8,20€ [A]
Altersempfehlung: ab 16
ISBN: 9783551758422
 
 
Klappentext:
Eine kühne Geschichte um Rache und Leid, angesiedelt im Europa des elften Jahrhunderts… Die nordischen Seemänner sind landauf, landab gefürchtet für ihre grausame Stärke!
Thorfinn ist der Sohn eines der größten Krieger, den die Wikinger je hatten, doch er muss mitansehen, wie sein geliebter Vater im Kampf gegen den Söldnerführer Askeladd stirbt. Auf Rache bedacht schließt er sich Askeladds Trupp an, um ihn eines Tages im Duell zu fordern und zu besiegen. Doch bevor es dazu kommt, wird er in den Krieg um die Krone Englands hineingezogen…

Im 11. Jahrhundert muss Thorfinn, Sohn eines berühmten isländischen Kriegers namens Thors, mitansehen, wie sein Vater vom Söldner Askeladd getötet wird. Er schwört Rache, schließt sich jedoch Askeladd’s Truppe an, um diesen alsbald herausfordern zu können. Doch einfach wird es wird es für ihn nicht…
 
 
Makoto Yukimura, bekannt durch den Manga Planets, erzählt in Vinland Saga vom Leben der „Normannen“ oder auch „Wikinger“.
Im ersten Band kommen viele Kämpfe vor, die jedoch nicht einfach nur sinnlos hineingepackt wurden, sondern dem Verlauf der Geschichte dienen. Thorfinn wirkt für manche wahrscheinlich kalt und vielleicht auch brutal, aber ich denke, dass dies mit dem Tod seines Vaters und der dazugehörigen Rache zusammenhängt, ebenso mit dem Erwachsen werden und dem Leben als Krieger im Allgemeinen.
Vergleichbare Storys findet man, so weit ich weiß, nicht in Deutschland. Zum Thema Wikinger höchstens „Wickie und die starken Männer“ in Sachen Anime, aber diese Serie ist eher für Jüngere gedacht.

Gut ist in der deutschen Version, dass man versucht hat Dialekte, welche auch im Original vorkommen, miteinzubeziehen. Wirkt für manch einen möglicherweise belustigend, aber ich denke das geht in Ordnung. Zudem werden zwischendurch unterhalb einzelner Panel erklärt, was bestimmt Worte für eine Bedeutung haben, ebenso ist dies in einem „Glossar“ am Ende des Bandes zusammengefasst. Dort sind auch die Abschnitte „Die Wikinger – Eroberer und Entdecker“, „Woher kamen diese Wikinger?“ und „Vinland Saga“ zu finden, welche auf ein gewisses Interesse bei den Lesern stoßen dürfte.
Die Zeichnung sind gut, teilweise auch detailreich, wenn auch nicht vergleichbar mit denen in A Bride’s Story.

Alles in allem ist der Manga empfehlenswert zum Lesen. Auch für Leute, die weder auf geschichtliche Ereignisse stehen oder große Fans von Wikingern im Allgemeinen sind.
 
 
Anmerkung: Der erste Band enthält Farbseiten am Anfang und hat ein größeres Format als die „Standard“-Manga von Carlsen.
 
 
Update, 27.03.2012: Wie Kai-Steffen Schwarz (Carlsen) im Comicforum (Post im Comicforum) erwähnte, sind die redaktionellen Seiten am Ende des Bandes nur in der deutschen Version enthalten.
Zudem erwähnte der User „Black Jack“, dass der Manga auf Seite 101 ein kleines Gimmick zu bieten hat. Werft vielleicht einen zweiten Blick auf das untere Panel. 😉

*SPOILER* – Falls ihr einen Blick auf das Panel von Seite 101 werfen wollt, hier ist es:
 
©seite101
 
 
 
 
 
Der original Text erschien ursprünglich 2012. ~ Update 2016: Erschienene Bände aktualisiert.

Manga Review: Nura – Herr der Yokai

©nura
 
Mangaka: Hiroshi Shiibashi
Verlag: Kazé Manga
Sprache: Deutsch
Genre: Action, Abenteuer, Fantasy, Shounen
Erschienen: 2008 bis 2012
Bände: 25 (Original Titel: Nurarihyon no Mago)
Preis pro Band: 6,50€ [D], 6,70€ [A]
ISBN: Band 1: 9782889211500
 
 
Klappentext:
Nura ist kein normaler Mittelschüler. Er ist zu drei Vierteln Mensch und zu einem Viertel Yokai. Deshalb lebt Nura auch mit einem ganzen Haufen unheimlicher, aber irgendwie auch lustiger Geister zusammen in einem Haus. Das nervt ihn gewaltig, schließlich will er nur ein ganz normaler Junge sein. Aber sein Opa drängt ihn, endlich sein Erbe als Anführer dieser Geistertruppe anzutreten. Wie wird sich Nura entscheiden?

Rikuo ist acht Jahre alt und soll zukünftiger Herrscher über die Yokai werden, genau wie sein Großvater, welcher der derzeitige Anführer und Vollblut-Yokai ist. Doch Rikuo ist nur zu einem Viertel Yokai und zu drei Vierteln Mensch.
Jung, wie er ist, gibt Rikuo in der Schule gerne mit seinem Großvater an, doch verständlicherweise glaubt ihm keiner ein Wort, denn für die meisten Menschen existiert so etwas wie ein Yokai natürlich nicht.
Als sein Klassenkamerad Kiyotsugu von den Legenden und Mythen der bösartigen Yokai erzählt, will Rikuo dies natürlich nicht glauben. Erst als er an einer Versammlung aller Yokai teilnimmt und der Großvater ihn als Nachfolger vorstellt, gerät er mit diesem in einen Streit – mit solchen Untertanen würden ihn die Menschen nur noch weniger mögen und so lehnt der Junge ab und rennt davon.
Von da an ändert Rikuo seine Meinung und am liebsten würde er nie wieder etwas mit Yokai zu tun haben wollen, auch will er nie wie sein Großvater werden. Doch ob dies alles so einfach sein wird, wird sich zeigen…
 
 
Man kann im Grunde sagen, dass Yokai Dämonen sind. Sie leben dafür Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen, weswegen viele von ihnen entsprechend gruselig gestaltet sind. Im ersten Band geschieht noch nicht so viel, doch man lernt bereits viele Charaktere kennen. Ebenfalls macht die Story einen kleinen Zeitsprung von circa vier Jahren und Rikuo ist dann 12 Jahre alt.
Gelesen habe ich, dass die Story in zukünftigen Bänden auch düsterer wird, was ich willkommen heiße. Bisher habe ich auch noch keinen vergleichbaren Manga in meiner Sammlung, auch wenn in Blue Exorcist auch Dämonen vorkommen, doch widmen sich beide unterschiedlichen Bereichen.
Die Zeichnungen sind teilweise detailliert und vor allem die Yokai sind auf vielfältige Weise dargestellt. Anfangs ist unter anderem Rikuo kindlich und süß dargestellt, eben weil er noch sehr jung ist, dies verändert sich im Laufe der Geschichte.

Was ich nicht so gut finde, ist die bisherige Verarbeitung von Band 1. Diverse Sprechblasen rutschen sehr zur Mitte hin, so dass man gezwungen ist, den Manga weiter zu öffnen und bei mehrmaligem Lesen kann es durchaus sein, dass dieser dann quasi „ausleiert“. Ich hoffe, dass Kazé dies in Zukunft berücksichtigen und verbessern wird.

Trotz alle dem ist der Manga zu empfehlen, auch für Leute, die unter anderem auf Action und Dämonen stehen. Ich denke, dass ihn jeder ab 14 Jahren aufwärts lesen kann.
 
 
 
 
 
Der original Text erschien ursprünglich 2012. ~ Update 2016: Erschienene Bände aktualisiert.

Manga Review: I am a Hero

©iamahero
 
Mangaka: Hanazawa Kengo
Verlag: Carlsen
Sprache: Deutsch
Genre: Action, Drama, Horror, Psychologisch, Seinen
Erschienen: 2009 bis heute
Bände: bisher 16 (Stand in Japan: bisher 20)
Preis pro Band: 7,95€ [D], 8,20€ [A]
ISBN: 9783551794918
 
 
Klappentext:
Hideos Leben ist langweilig und erfolglos.
Bis die Zombie-Apokalypse beginnt…
Jetzt werden Helden gesucht!

Hideo ist 35 Jahre alt und Assistent bei einem Mangaka, ansonsten ist sein Leben weitgehend langweilig und auch mit den eigenen Manga will der Erfolg nicht so recht klappen.
Geplagt durch die Geschichte, die sein Kollege Mitani erzählt, gruselt er sich auf dem Weg nach Hause und wird bei einer Kreuzung Zeuge eines Autounfalls. Als er zu Hause ankommt, ist er froh, dass seine Freundin kurz darauf anruft und vorbei kommt.
Doch dieser Unfall ist erst der Anfang…
 
 
Der erste Band plätschert meiner Meinung nach eher seicht dahin und dient mehr zur Einführung des Hauptcharakters und auch einiger Nebendarstellern der Story.
Hideo scheint unter anderem durch die ein oder andere Geschichte, die sein Kollege scheinbar des öfteren erzählt, sehr paranoid zu sein. Er hat mehrere Sicherheitsschlösser an der Tür und auch andere Vorkehrungen getroffen, um seine Wohnung zu schützen. Zudem sieht er seltsame Gestalten und unterhält sich mit einem Mann, der wohl ebenfalls nicht real ist.

Gerade deshalb reagiert er wohl fast schon ruhig, als eine angefahrene Frau mit gebrochenem Genick und Gliedmaßen einfach aufsteht und vom Unfallort weggeht. Seine Freundin, der er davon berichtet, reagiert auch eher gelassen darauf, wohl weil er es ihr auf eine Weise vermittelt, bei dem jeder denken würde, dass derjenige eher ein Märchen erzählt oder einfach gerade nur ein wenig spinnt.

Im Grunde ist Hideo anfangs niemand, zu dem man aufsehen würde. Er ist quasi ein Verlierer-Typ, dem nichts wirklich gelingen will und richtige Freunde scheint er ebenfalls nicht zu haben. Seine Freundin schwärmt zudem mehr von ihrem Ex-Freund, welcher ebenfalls Mangaka ist und dies ist für den Hauptcharakter nicht gerade aufbauend. Doch da er wohl gerne Waffen mag, wird er in den zukünftigen Bänden wahrscheinlich zeigen können, was er wirklich drauf hat.
Zudem könnte man sagen, dass Hideos Freundin teilweise naiv wirkt und wenn sie Alkohol zu sich nimmt, verträgt sie diesen wohl nicht und dreht leicht durch, indem sie Hideo beleidigt und ihm Befehle gibt. Dadurch wirkt sie gesamt gesehen alles andere als sympathisch in meinen Augen.
Den Band rundet ein interessanter Cliffhanger ab, bei dem der Nerd feststellt, dass etwas nicht ganz normal zu sein scheint.

Die Zeichnungen sind ordentlich, jedoch meiner Meinung auch nicht ganz so besonders wie in anderen Serien (A Bride’s Story, Vinland Saga). Zudem hat der Manga einen realistischen Stil, da die Story in der heutigen Zeit spielt. Die ersten drei Seiten des Manga sind farbig gehalten und er wird von Carlsen für Leser ab 16 Jahre empfohlen.
 
 
 
 
 
Der original Text erschien ursprünglich 2012. ~ Update 2016: Erschienene Bände aktualisiert.

Manga Review: Golden Tales

©goldentales
 
Mangaka: Tsukiji Nao
Verlag: Egmont Manga
Sprache: Deutsch
Genre: Drama, Fantasy/SF, Historisch, Komödie, Romanze
Erschienen: 2010
Bände: Einzelband (Stand in Japan: Einzelband; Original Titel: Kiniro Kishi)
Preis pro Band: 7,50€ [D] / 7,80€ [A]
ISBN: 9783770476381
 
 
Klappentext:
Strafversetzt in ein winziges Kaff verlebt Shiro ruhige Tage. Das denkt sein Freund Yasaburo zumindest. Doch Shiro braucht keine Aufheiterung, er ist glücklich. Kann Yasaburo das wirklich glauben?
Als Glockenwächterin ist Anzu für den Schutz des Dorfes verantwortlich. Doch niemand glaub ihr, dass die Barbaren wieder angreifen! Und als sie sienen von ihnen trifft, ist er… nett?
Lustige und tiefgründige Fabeln mit Moral

Dieser Manga ist ein Einzelband mit folgenden Kurzgeschichten und Kurzkommentare von Tsukiji Nao:
– Der goldene Ritter (Teil 1 und 2)
– Prinzessin Glockenhüterin (Teil 1 und 2)
– Jungfrau unter Gemischtwaren

Der goldene Ritter erzählt von Shiro, einem Polizisten, der in ein kleines Dorf strafversetzt wurde. Eines Tages besucht ihn sein Freund Yasaburo, welcher glaubt, Shiro lässt es sich dort gut gehen und schiebt eine ruhige Kugel. Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass dem nicht so ist.

Anzu ist Glockenwächterin in ihrem Dorf und für dessen Schutz verantwortlich. Nach einer Vision, schlägt sie Alarm. Sie ist sich sicher, dass bald ein Angriff der hässlich und brutalen Barbaren bevorstehe, doch niemand scheint sich für ihre Sorgen zu interessieren, denn besagte Barbaren seien bereits fast komplett ausgerottet. Als bald darauf wirklich einer dieser schrecklichen Kerle auftaucht, muss nicht nur Anzu ihre Denkweise über diese „Schurke“ ändern.

Momome, Tochter des Hauses Leaf ist verliebt. Um ihrem Angebeteten, einem Kurier, ein passendes Geschenk zu überreichen und ihm somit ihre Liebe zu gestehen, geht sie zum Gemischtwarenladen von Chaki. Doch es kommt anders, als es sich Momome vorgestellt hatte.
 
 
Von den drei Kurzgeschichten finde ich „Der goldene Ritter“ am Besten. Wobei mir hiervon eher der erste Teil zusagt, da der Zweite etwas „überdreht“ und der Wandel der Dame etwas unrealistisch schnell wirkt. Die Zeichnerin erwähnte im Kommentar zur Story auch, dass sie eigentlich gerne weiter gezeichnet hätte, doch dies leider parallel zu Adekan nicht möglich ist. Vielleicht greift sie die Idee auch wieder auf, wenn Adekan irgendwann beendet sein sollte.
Vom Aussehen her erinnert Shiro an eine nettere Version von Anri aus Adekan. Er ist das komplette Gegenteil von diesem, der gute Polizist.

Bei Prinzessin Glockenhüterin kann man sagen, dass diese Geschichte aufzeigt, dass man nicht immer nur Vorurteile haben sollte, welche einem von Generation zu Generation weiter vererbt und noch dazu niedergeschrieben werden. Oftmals kann es nämlich auch anders kommen, als es vielleicht zuvor den Anschein hatte.

Die letzte Story ist wirklich sehr kurz und war der Beitrag zu einem Wettbewerb, den die Zeichnerin eingereicht hatte. Sie schreibt im Kommentar zur Geschichte, dass sie deren Anblick mittlerweile nicht mehr ertragen kann, aber ohne sie wäre Tsukiji Nao auch keine Mangaka geworden.
Es sei zudem erwähnt, dass sowohl ein männlicher Charakter aus „Prinzessin Glockenhüterin“ und Chaki ursprünglich hätten in „Der goldene Ritter“ auftauchen sollen.

Die Zeichnungen sind genau so gut, wie die in Adekan, sehr detailverliebt und schön. Somit ist dieser Einzelband ebenfalls eine Empfehlung an alle, die Adekan bereits kennen oder die Zeichnerin kennenlernen möchten. Tskukiji Nao selbst schreibt im Nachwort, dass der Band ihrer Meinung nach eher die heitere Seite des Menschen zeigt, wohingegen in Adekan die Dunkle vorkommt.

Der Manga ist, denke ich, für alle ab 14 und aufwärts geeignet.
 
 
Anmerkung: Der Manga enthält ein farbiges ausklappbares Mini-Poster mit den Protagonisten der Kurzgeschichten.
 
 
 
 
 
Der original Text erschien ursprünglich 2012.

Manga Review: Attack on Titan

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Mangaka: Hajime Isayama
Verlag: Kodansha Comics
Sprache: Englisch
Genre: Action, Drama, Fantasy, Horror, Mature, Mystery, Shounen, Supernatural
Erschienen: 2009 bis heute
Bände: bisher 19 (Stand in Japan: bisher 20; Original Titel: Shingeki no Kyojin)
Preis pro Band: ca. 8-10€
ISBN: 9781612620244
 
 
Klapptext (übersetzt aus dem Englischen):
Der verzweifelte Kampf beginnt!

Seit dem letzten Jahrhundert versteckte sich der Rest der übrig gebliebenen Menschheit in einer großen, von drei Mauern umgebenen, Stadt. Gefangen in Angst vor den seltsamen, gigantischen Menschen, auch bekannt als die Titanen. Es ist wenig bekannt darüber, woher diese kamen oder warum sie versessen darauf sind die Menschheit zu verzehren. Allerdings verändert das plötzliche Erscheinen eines riesigen Titanen alles…

Eren lebt in der letzten Stadt der Menschen. Seit 100 Jahren ist diese von drei massiven Mauern umgeben, die alle vor den sogenannten Titanen schützen sollen. Während der Vater weg ist, läuft einiges schief, als ein Titan auftaucht, der die Schutzmauer überragt. Dieser tritt ein Loch in die Wand, wodurch die kleineren Titanen hindurch kommen. Sie machen sofort Jagd auf die Bewohner und jeder, der erwischt wird, wird gefressen.

Durch die umherfliegenden Trümmer der Mauer werden einige Häuser getroffen und Eren befürchtet das Schlimmste. In der Hoffnung, dass nichts passiert sein kann, rennt er zusammen mit Mikasa nach Hause.
Dort finden sie die Mutter begraben unter Trümmern des eingestürzten Hauses und versuchen der Frau zu helfen, während die Titanen durch die Straßen wandern. Erens Mutter fleht die beiden an, sie zurück zu lassen, da ihre Beine gebrochen sind und sie somit nur eine Last für die Kinder wäre.

Mr. Hannes, Mitglied der Schutztruppe Garrison, taucht auf und will einen herbei laufenden Titanen attackieren, doch statt dessen bittet die Frau ihn darum, dass er beide Kinder fort bringt. Zuerst weigert er sich und möchte einen Versuch starten um alle drei sicher aus der Situation zu befreien, doch dann besinnt er sich. Er schnappt die Kinder und rennt davon, während Erens Mutter ihnen hinterher ruft, dass sie überleben sollen. Keine Minute später wird sie von dem Titan ergriffen und vor den Augen ihres Sohnes gefressen.

Fünf Jahre später…
Sowohl Eren als auch Misaka der Trainingstruppe beigetreten und stehen vor der Wahl, welcher Einheit sie sich schließlich anschließen wollen. Doch erneut taucht der riesige Titan auf, ein weiterer Kampf beginnt und der Einsatz von Eren’s Gruppe endet mit ungeahnten Folgen…
 
 
Der Manga erzählt auf interessante und spannende Weise, wie eine Stadt von Menschen, welche scheinbar sogar die Letzten der Welt sein sollen, um ihr Überleben kämpft.
Allerdings stellt sich die Frage, ob diese Stadt wirklich die Einzige ist, in der noch Menschen existieren. Es scheint, als würde die Einheit der „Survey Corps“, welche bereit sind ihr Leben zu opfern, um außerhalb des Walls mehr über die Titanen herauszufinden, nicht sehr viel über die Titanen in Erfahrung bringen noch können sie sicher sein, ob fern ab vom Titanen-Gebiet wirklich kein Menschen mehr leben.
Der Kampf an jeder Front ist hart, denn viele Überlebende gibt es oft nicht und so manch einer verliert den Mut, dass man je herausfinden wird, was die Titanen sind und warum sie Menschen fressen.

Die Zeichnungen sind gewöhnungsbedürftig. Manch einer könnte sagen, sie ist vielleicht auch an ältere Manga angelehnt. Die Gesichter wirken zum Teil recht eckig, jedoch sind die Titanen und hier besonders der Größte von ihnen, sehr faszinierend gestaltet. Während die normalen Titanen eher wie größere Menschen wirken, sieht der Riese aus, als hätte man ihm möglicherweise die Haut abgezogen oder ähnliches. Teilweise wirken die Titanen auf mich interessant und abstoßend zugleich, was wohl auch ihr Verhalten bewirkt.
Alles in allem ist der Manga sehr empfehlenswert. Kodansha stuft mit „T Ages 16+“ ein.

Anmerkung: Mittlerweile ist der Manga auch auf Deutsch erhältlich, er erscheint bei Carlsen und trägt denselben Titel. Je Band kostet er in Deutschland 6,95€ und in Österreich 7,20€. Als Genre gibt Carlsen „Action“ an.
 
 
 
 
 
Der original Text erschien ursprünglich 2012. – Update der Band-Anzahl.

Manga Review: Adekan

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Mangaka: Tsukiji Nao
Verlag: Egmont Manga
Sprache: Deutsch
Genre: Action, Historisch, Mystery
Erschienen: 2008 bis heute
Bände: bisher 8 (Stand in Japan: bisher 10)
Preis pro Band: 7,50€ [D] / 7,80€ [A] ~ ab Band 7: 8,50€ [D] / 8,80€ [A]
ISBN:
Band 1: 9783770474868
Band 2: 9783770474875
 
 
Klappentext:
In einem surreal wirkenden Ort im alten Japan stört seit einigen Nächten eine mysteriöse Erscheinung die Ruhe der Bewohner. Immer wieder läuft über die Hochzeitsbrücke eine Braut im blutige Kleid.
Der heißblütige Wachtmeister Kojiro stößt bei seinen Nachforschungen auf Shiro, einen lasziven Schirmmacher mit einer unaussprechlichen Vergangenheit. Die ungleichen Freunde schlittern in einen tragischen Fall voller Wahrheiten und Lügen!

In einem Ort des fiktiven alten Japan stellt sich der Wachtmeister Kojiro Yamada den Aufgaben seines Berufes. Den Anfang macht ein mysteriöser Fall um eine blutverschmierte Braut, die über die Hochzeitsbrücke im Ort schreitet und von den Einwohnern für einen Geist gehalten wird.

Kojiro hat den Auftrag erhalten, Befragungen in der Stadt zu machen. Dabei begegnet er auch dem faulen Schirmmacher Shiro Yoshiwara, welchen er in dessen Laden antrifft und der es mit Bekleidung nicht unbedingt ernst nimmt, so geraten beide im Laufe der Story immer wieder aneinander. Denn nicht nur dies ist Kojiro unangenehm, er findet auch faule Menschen schlimm. Doch schon bald muss er feststellen, dass der faule Shiro doch etwas mehr zu bieten hat, als nur luftige Kleidung zu tragen und sich gehen zu lassen.
 
 
Der Manga ist eine gute Mischung aus Mystery und Comedy. Man könnte meinen, da Kojiro und Shiro öfter in heikle Situationen geraten, in denen der Wachtmeister zum Beispiel bemerkt, dass der junge Mann keinen Fundoshi (Lendenschurz) an hat, dass es sich um einen Boys Love Manga handle, doch dem ist nicht so. Diese Comedy-Anteile können jedoch, wie ich gelesen habe, auch mit der Zeit als nervig empfunden werden. Ich habe das bisher nicht so eng gesehen.
Der Mystery-Anteil liegt vor allem bei Shiro’s Vergangenheit, auf die erst nach und nach eingegangen wird. Und meiner Meinung nach wird dies ab Band 3 richtig in Angriff genommen, von daher möchte ich dazu auch nichts verraten, da es sonst anderen das Lesen verderben könnte.

Die Zeichnungen finde ich bei diesem Manga schön, besonders wenn sie in Farbe gehalten sind, wie die Cover oder die ausklappbaren Poster. Sie sind zum Teil sehr detailreich und die Zeichnerin bringt einige Elemente ein, die man dem Steampunk zuordnen kann.
Bei manchen Posen frage ich mich allerdings, ob diese in der Realität „machbar“ wären oder ob man dazu nicht vielleicht Schlangenmensch sein müsste, um sich so bewegen zu können. Daher sollte man beim Cosplay vielleicht darauf verzichten, diese nachmachen zu wollen. 😉

Ich empfehle den Manga allen ab ca. 15 Jahren aufwärts zum Lesen.
 
 
Anmerkung: Die Manga Bände enthalten jeweils ausklappbare farbige Poster.
Der Einzelband „Golden Tales“ von Tsukiji Nao erscheint diesen Februar ebenfalls bei EMA zum Preis von 7,50€ bzw. 7,80€ in Österreich.
 
 
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Der original Text erschien ursprünglich 2012. ~ Update: Preis-Ergänzung

Manga-Review: Toriko

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Mangaka: Mitsutoshi Shimabkuro
Verlag: VIZ
Sprache: Englisch
Genre: Action, Adventure, Comedy, Fantasy, Shounen
Erschienen: 2008 bis heute
Bände: bisher 34 (Stand in Japan: bisher 40)
Preis pro Band: ca. 8-10€
ISBN:
Band 1: 9781421535098
Band 2: 9781421535104
 
 
Klappentext (übersetzt aus dem Englischen):
In einer wilden Welt beherrscht von der Jagd nach dem köstlichsten Essen, gilt essen oder gegessen werden!
Während er nach dem schmackhaftesten Essen sucht, dass man sich vorstellen kann, bereist Gourmet Hunter Toriko die Welt mit seinem unerschöpflichen Magen, jedem Biest gegenüberstehend, das seinen Weg kreuzt.

Gourmet Hunter Toriko!
Dies ist die großartige Epoche der Feinkost!
Und nur Toriko kann die grausamen Zutaten zur Strecke bringen, die die weltbesten Restaurants versorgen. Als Gourmet Hunter nimmt Toriko Fährten auf und besiegt die schmackhaftesten und gefährlichsten Tiere mit seinen bloßen Händen. Aber hat er in einem achtbeinigen Alligator mit der Größe eines Panzers seinen Meister gefunden?

Vielen Menschen ist der Genuss von Essen und auch Trinken in jeglicher Form und Art wichtig. Sie schlemmen mit Freude oder verputzen alles in schneller Manier.
Der Chef des „Hotel Gourmet“, welches Teil der „Internationalen Feinschmecker Organisation“ ist, möchte ein Essen organisieren, an dem die wichtigsten Führungskräfte der Länder teilnehmen. Die bisherige Menüliste sagt ihm allerdings ganz und gar nicht zu, denn er möchte eines, dass einen größeren Effekt auslöst. In anderen Worten, er würde gerne das, seiner Meinung nach, beste Fleisch der Welt servieren – das des Garara Gator.
Natürlich ist dies nicht allzu leicht zu erwerben und da sich der Chef des Hotels dessen bewusst ist, will er einen Gourmet Hunter einstellen, so dass dieser ihm das besagte Fleisch beschaffen wird. Kurz um sendet er seinen Fünf-Sterne-Koch Komatsu aus, um den nahezu besten Hunter für den Auftrag anzuwerben – Toriko.

Als Komatsu diesen antrifft, ist er gerade dabei zu angeln. Und als sei es etwas ganz Normales verschlingt der Mann währenddessen Meeresfrüchte und leert eine komplette Flasche Bourbon. Gerade als der Koch ihm sein Angebot unterbreitet und der Hunter seine Bedingungen stellt, beißt ein Fisch an. Jedoch ist dieser kaum aus dem Wasser gezogen, greift schon ein riesiger Raubvogel zu. Doch Toriko wäre mit Sicherheit nicht Toriko, wenn er dies zulassen würden und kurzerhand schlägt er beide Tiere mit der Angel, an der der Fisch noch immer hängt, zu Boden wo diese liegen bewusstlos liegen bleiben.
Kurz darauf stimmt er Komatsus Angebot zu dessen Bedingungen, allerdings zu einem doppelt so hohen Honorar zu und die Reise, um den Garara Gator zu fangen, kann beginnen.
 
 
Auch dieser Manga ist bisher nicht in Deutschland erhältlich, somit lese ich die englische Version.
Ich fange dieses Mal mit den Zeichnungen an, da diese besonders hervorstechen. Im ersten Moment mag man wohl abgeschreckt sein, wenn man das Titelbild des ersten Manga betrachtet. Darauf zu sehen ist ein Mann, der grinst wie ein Teufel und man denkt sich möglicherweise, dass diese Geschichte mit einem starken Typen zu tun hat, der vielleicht andere verprügelt.
Überwunden habe ich mich ihn zu kaufen, nachdem ich gelesen hatte, es soll sich dabei um einen Manga handeln, der das Thema Essen behandelt (ein weiterer, der in diese Richtung geht, ist „Yakitate Japan“, in dem es um die Kunst des Brotbacken geht).
Natürlich hat Toriko auch Muskeln, anders würde er seine Arbeit als Gourmet Hunter wohl nicht nachgehen können, denn er bekommt es mit starken Wesen zu tun, die es in der dortigen Welt gibt.
Besonders gelungen finde ich die Vielzahl von Kreaturen, denen Toriko und Komatsu auf ihren Reisen begegnen. Teilweise sind sie mit Tieren unseres Planeten vergleichbar, aber auf ihre Weise doch anders gezeichnet. Bisher hatte ich noch keine vergleichbaren Monster in einem Manga gesehen.
Anzumerken ist, dass ich gelesen habe, der Mangaka habe diesen Zeichenstil bewusst gewählt, als Ehrung der alten Manga von damals. Ob dies zutrifft oder nicht, kann ich leider nicht bestätigen.
Und wenn man sich dann erst einmal an den Zeichenstil gewöhnt hat, könnte einem dieser Manga durchaus zusagen, sofern man etwas mit der Story anfangen kann.

Diese ist im Grunde, zumindest von dem, was ich bisher gelesen hab (zwei Bände), recht simpel. Man könnte auch sagen, dass diese Manga ein sogenannter „Battle-Manga“ ist, da Toriko mit Sicherheit in den weiteren Bänden noch gegen andere Gourmet Hunter antreten wird, denn er ist nicht er Einzige, der dieser Tätigkeit nachgeht. Komatsu könnte man als seinen Sidekick bezeichnen, der auch für Lacher sorgt. Die beiden Männer könnten unterschiedlicher kaum sein. Toriko der starke und mutige Gourmet Hunter, welcher meist verfressen ist und zu einem Abenteuer nicht nein sagen würde. Komatsu, welcher kleiner ist als sein Reisegefährte und diverse Male sehr viel Angst zeigt, ist jedoch in seinem Job als Koch sicher jemand, der sein Bestes gibt.

Ob dieser Manga je in Deutschland erscheinen wird, ist eher fraglich. „Yakitate Japan“ beispielsweise wurde nach nur acht Bänden in Deutschland abgebrochen, da er hierzulande nicht so gut lief. Daher ist es fraglich, ob ein Manga mit dem Thema Essen beziehungsweise der „Essens-Jagd“ hier gut laufen würde. Wünschen würde ich es ihm, da er durchaus lustig und teilweise auch spannend ist. Etwas ungewöhnlich ist er mit Sicherheit, aber eine faire Chance hätte er allemal verdient.
Erhältlich ist er über Seiten wie Amazon, aber mit Sicherheit auch im normalen Buchhandel. Zu empfehlen ist er für ältere Teenager und Erwachsene.
 
Anmerkung: Band 6 erscheint in diesem September in Englisch. Band 15 ist letzte Woche in Japan erschienen.

Der Manga ist auch auf Deutsch bei Kazé erhältlich. Er trägt denselben Namen und kostet in Deutschland 6,50€ und in Österreich 6,70€. Kazé gibt als Genre „Action“ an.
 
 
 
 
 
Der original Text erschien ursprünglich 2011. ~ Update der Band-Anzahl und des Preises pro Band.